Langelsheim 3.9.2009

Liebe Mitstreiter

Der Unterscheid zwischen einem Staatsmann und einem Politiker ist, das der Staatsmann Ziele hat und sich eine Mehrheit sucht, diese durchzusetzen und der Politiker seine Ziele danach aussucht, welche ihm die Mehrheit bringen.

Mein Wahl-Dilemma

Dem Politiker kann ich nur meinen Unwillen zeigen, in dem ich meine Stimme jemand anderem gebe. Jetzt ist die Gelegenheit!

Bundestagswahl! Für mich heißt das zwei Stimmen: die erste für einen Kandidaten und die zweite für eine Partei. Wieviel sind meine Stimmen – bei 62,2 Millionen Wahlberechtigten, davon 6,1 Million in in Niedersachsen – wert? Geschickt eingesetzt sehr viel. Dazu hier meine Überlegungen.

Hilfe, wen sollte ich wählen?

Bundesweit, also Zweitstimme, weiß ich noch nicht. Die Koalition aus CDU und SPD wird weitermachen müssen. Von Großer Koalition kann allerdings nicht mehr gesprochen werden, mit Müh und Not reicht es für etwas mehr als die Hälfte der Sitze. Alles andere bedeutet 3 Parteien und dreie werden sich nie einig.

Interessant ist meine Erststimme. Nur zwei Kandidaten haben überhaupt eine Aussicht auf Erfolg. Wenn die Aussichten des zweiten bereits mau sind, kann ich nach Herzenslust meine Stimme anders setzen, um meiner Meinung Ausdruck zu geben.

Verstimmung

Die Kandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis Salzgitter-Wolfenbüttel, zu dem Langelsheim gehört, sind:

  1. Sigmar Gabriel. Er ist sich sicher, keine Absicherung in der Landesliste
  2. Jochen Konrad Fromme. Ihm ist das Ergebnis hier egal, er ist abgesichert über die Landesliste
  3. von den anderen Kandidaten hat keiner eine reelle Chance den Wahlkreis zu gewinnen

  4. Thomas Keller, nun ja die FDP ist die Partei der Verbrenner → nix für mich
  5. Jürgen Selke-Witzel von den Grünen ist eine Option
  6. Hermann Fleischer von den Linken ist eine weitere Option
  7. bleiben
  8. NPD und RRP. Mit beiden würde ich meine Stimme vergeuden.
Verstimmung

Das sieht im Wahlkreis Goslar - Northeim - Osterode ziemlich ähnlich aus. Das Dilemma ist dort das gleiche: SPD- und CDU-Kandidaten sind abgesichert kommen über die Erst- oder die Zweitstimmen in den Bundestag. Die anderen Kandidaten sind Feigenblatt der Demokratie.

Bis zur Kommunalwahl 2011 warten?

Nee, ich will meinen Unmut bereits zur Bundestagswahl 2009 mit meinem Stimmzettel ausdrücken. Aus taktischen Gründen kann ich SPD und CDU keine Stimme geben. Nachdem ich die Stimmzettel durchging, kann ich meine Stimme den Linken oder den Grünen geben - wenn sie Wert haben soll. Also möglichst viele Erststimmen auf einen Kandidaten, der nicht gewinnen wird. Wenn wir uns einigen könnten, sie einem einzigen zu geben, wäre der Effekt am Größten.

Ich habe eine nicht repräsentative Umfrage unter den Gegnern der Müllverbrennung gestartet. Die Ressentiments gegenüber den Linken sind groß. Ein Konsenz scheint eher für die Kandidaten der Grünen zu erreichen sein. Also werde ich meine Erststimme den Grünen geben und hoffen, daß sich viele Mitstreiter gleich entscheiden werden.

Verstimmungwaehlen zwischenstand0924

Was mache ich kaputt?

Nix! Meine politische Überzeugung setze ich in die Zweitstimme.

Zwischenstand! So viel will ich verraten: ich bin mit der Idee nicht alleine :-)

Erfolg in Zahlen

50 Stimmen weniger für die Kandidaten der SPD und der CDU, sind nicht genug. 150 Stimmen, schon besser. 500 Stimmen wäre ein grandioser Erfolg. Danach steigen Gabriel/Fromme und Priesmeier/Faust ihren Genossen auf die Füße … und wir stellen die nächste Bürgermeisterin mit satter Mehrheit im Rat :-)

Die BI ziert sich um eine Wahlaussage. Aber es muß mal ausgesprochen werden

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